Mozart war aber nicht nur ein passionierter Billardspieler, sondern er versuchte sein Glück ebenso leidenschaftlich bei unzähligen Kartenspielen, bei Lotto und Lotterien, bei Gesellschafts- und Pfänderspielen, beim Salzburger Bölzelschießen und auf zahlreichen Maskenbällen und Redouten. Begonnen hat diese Leidenschaft mit den frühen Kinder- und Reisespielen, mit den harmlosen Familienspielen und den witzigen Sprach- und Wortspielen in den übermütigen Italienbriefen. Dieses Mozartbuch beschäftigt sich gleichzeitig mit den Spielmoden des 18. Jahrhunderts, den Mitspielern und -spielerinnen, den Spielmitteln und nicht zuletzt mit der finanziellen Seite dieser aufwändigen Liebhaberei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2004
Mozarts Hang zu Scherzen und Gesellschaftsspielen ist legendär, der Salzburger Günther G. Bauer hat sich die Mühe gemacht, Mozarts Vergnügungen -Billard, Kegeln, Kartenspiele, frivole Sprach- und erotische Pfänderspiele - auf die Spur zu kommen, und zwar, wie Rezensent Gerhard R. Koch, schreibt, "sowohl biografisch tüftelig als auch zeitgeschichtlich weit gefächert". Dabei hat Koch "allerlei Wissenswertes und Neues" erfahren. Einige Antworten ist ihm Bauer aber schuldig geblieben. Zum Beispiel auf die Frage, ob Mozarts prekäre Finanzlage auf Spielschulden zurückzuführen sei, oder ob es sich bei seiner Spielleidenschaft um einen Krisenreflex handelte.
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