In Kooperation mit dem Metzler Verlag. Aus dem Englischen von Sven Hiemke. Neuer Blick auf das Phänomen Beethoven. Der Autor entwirft in seiner Biografie ein detailreiches Bild vom Leben und Werk des großen Komponisten. Er zeichnet die musikalische Entwicklung Beethovens nach und legt ein besonderes Augenmerk auf die historischen, politischen und kulturellen Hintergründe. Jedes Kapitel wird mit einem kurzen Überblick über die wichtigsten biografischen Ereignisse eingeleitet, bevor die Musik des jeweiligen Zeitabschnitts mit Verweisen auf Skizzenbücher und Autografe vorgestellt wird.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 26.11.2009
Einen "Starkregen aus Spezialwissen" befürchtete Rezensent Wolfram Goertz zunächst aus dieser Beethoven-Biografie auf ihn herniederprasseln, denn mit Lewis Lockwood hat sie ein Musikwissenschaftler geschrieben, dem beim Forschen die Augen zufallen, wie Goertz mit größter Sympathie schreibt. Und tatsächlich hat Goertz diesen Starkregen bekommen, er versichert jedoch, dass auch Nichtspezialisten ihn genießen werden. Allenfalls ein bisschen Musikthoerie (Sonatenhauptsatzform) verlange Lockwood dem Leser ab. Dagegen findet er sehr schön das "Ungleichgewicht von Glück und Erfolg" in Beethovens Leben dargestellt, und mit der Fähigkeit des Komponisten erklärt, seine eigene Begabung zu taxieren. Sehr gelungen scheint Goertz auch, wie Lockwood Leben und Werk miteinander synchronisiert und der Musik dabei doch ihre autonome Entwicklung zubilligt. Schließlich würdigt er dieses Buch als Lockwoods opus summum, als eine "große Eloge auf differenziertestem Niveau", die von Sven Hiemer glänzend und "mit großer Sprachmacht" übersetzt wurde.
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