Mit 14 Bildtafeln. Der Komponist und Cellist Luigi Boccherini (1743 - 1805) war zu seiner Zeit europaweit geschätzt und der einzige Hofkomponist von Friedrich Wilhelm II. von Preußen, der auch Haydn, Mozart, Beethoven förderte. Boccherini, ein gebürtiger Italiener, der zwei Drittel seines Lebens in Spanien verbrachte, gilt als bedeutender Komponist der frühen Klassik und wichtiger Repräsentant der Kammermusik im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Gleichzeitig war er ein Pionier des modernen Cellospiels, der Technik und Ausdruck seines Instruments beträchtlich erweitert hat. In den letzten Jahren kam es zu einer verstärkten wissenschaftlichen und musikpraktischen Aufmerksamkeit für Luigi Boccerini. Babette Kaiserkern nimmt in ihrer Biografie über den Cellisten die neuesten Forschungsergebnisse auf, dessen berühmtes Menuett nur eine kleine Facette in einem reichhaltigen und reizvollen Oeuvre darstellt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2014
Trotz kleinerer Einschränkungen begrüßt Rezensent Harald Eggebrecht Babette Kaiserkerns Biografie über den Cellovirtuosen und Komponisten Luigi Boccherini. Die Lebensstationen Boccherinis und sein Werk vermag er mit Hilfe des Buches zuverlässig zu überblicken. Ob das Buch dem noch immer eher als Kleinmeister gehandelten Zeitgenossen Haydns zu mehr Popularität verhilft, möchte der Rezensent allerdings bezweifeln, und er erinnert an die boshafte Charakterisierung Boccherinis als "Tante Haydns".
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