Die Städte Chinas erfahren gegenwärtig einen immensen Modernisierungs- und Wachstumsschub, ausgelöst durch die dramatischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen des Landes. Wandel und Wachstum werfen die Frage nach einer zeitgenössischen Identität der modernen chinesischen Stadt auf. Dabei werden sowohl traditionell chinesische als auch westliche Stadtbaukonzepte und -modelle angewendet, diskutiert und neu interpretiert. Die historische chinesische Kultur- und Stadtbaugeschichte, in der es weder ein Bürgertum noch öffentliche Plätze gab, führte zu einer anderen Definition von Stadtraum, die heute noch den Städtebau beeinflusst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2008
Aufmerksam folgt Steffen Gnam Gesine Junkers analytischem Ansatz und erfährt von der Autorin, wie sich boomender Städtebau in Shanghai zu historischen Gesellschafts- und Baumustern verhält. Dass Junkers die Veränderungen klassischer chinesischer Formen offenlegt und außerdem chinesische Raumkonzepte westlichen gegenüberstellt (etwa in den Porträts multifunktionaler Hochhäuser in Schanghai), findet Gnam aufschlussreich. Ebenso den im Band gewährten Einblick in stadtplanerische Zwischenräume, die sich dem vorherrschenden Dualismus von Raum und Nicht-Raum entziehen. Als eine These des Bandes erkennt der Rezensent die Feststellung einer Adaption westlicher und östlicher Elemente "jenseits der Globalisierungstendenzen" im Baugeschehen Shanghais.
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