Gleice Mere, Carmen Stephan

Brasilia Stories

Leben in einer neuen Stadt
Cover: Brasilia Stories
Blumenbar Verlag, München 2005
ISBN 9783936738193
Gebunden, 160 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Zahlreiche Farb- und SW-Fotografien sowie historische Aufnahmen. Vor genau fünfzig Jahren versprach der spätere Präsident Juscelino Kubitschek, im Falle seiner Wahl die "Stadt der Zukunft" zu bauen. Und tatsächlich: Eines der größten Länder der Erde streifte seine koloniale Vergangenheit ab - und eroberte sich selbst. Der Urbanist Lucio Costa entwarf eine Stadt, in der soziale Unterschiede verschwinden und die Gebäude nicht höher als sechs Stockwerke sein sollten - damit der Blick frei bleibt. Der Himmel, sagt Costa, ist das Meer von Brasilia. Die Gebäude stammen von Oscar Niemeyer: weiße, elegante Bauwerke. Heute wirkt die Stadt auf den Besucher genauso faszinierend wie fremdartig. Sie erinnert einen an nichts. Brasilia Stories richtet den Blick nicht nur auf die Architektur, sondern erstmals auf den Menschen: eine Stadt, von oben geplant, von unten betrachtet. Da ist der Koch des Präsidenten, der sich erleuchtet fühlt. Die Tänzerin, die ihren Körper neu erkundet. Der Videokünstler, der die Langsamkeit entdeckt. Oder der Mystiker, dessen Religion die Zahlen sind. Gemeinsam ist den erzählten Geschichten, dass sie immer auch von den aktuellen Bedingungen des Daseins handeln. Gleice Mere zeigt die Bewohner in ihrem Zuhause und vor den Monumenten. Kinderfotos stellt sie Aufnahmen gegenüber, die sie Jahrzehnte später noch einmal gemacht hat. Die Stadt fotografiert sie so, wie sie auch die Menschen größtenteils wahrnehmen: aus dem Auto heraus.
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