Herausgegeben vom ETH Studio Basel. Was ist eine Stadt? Wodurch definiert sich ihre Spezifität? Was macht ihre Qualitäten aus? Eine Vielzahl von Akteuren interagieren im urbanen Raum, wobei sie Transformationsprozesse auslösen, die oftmals disparate Ziele verfolgen. Deshalb verläuft die Entwicklung der heutigen Stadt nicht linear und der Prozess einer globalen Urbanisierung mündet keineswegs in einem homogenen urbanen Raum. "The Inevitable Specificity of Cities" untersucht unter der Verwendung der Kategorien "Territorium", "Macht" und "Differenz" verschiedene Städte und urbane Gebiete wie die Kanarischen Inseln, Hong Kong und Nairobi. Mit Beiträgen von Roger Diener, Mathias Gunz, Manuel Herz, Jacques Herzog, Rolf Jenni, Marcel Meili, Shadi Rahbaran, Christian Schmid, Milica Topalovic.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2015
Urs Steiner ist baff, was die Autoren in diesem Band, namhafte Architekten allesamt, über ihre eigene Wirkungsmacht denken. Fatalismus? Schon, denn die versammelten Beiträge lehren den Rezensenten, dass Städteplanung und urbane Architektur vor allem durch Scheitern, Katastrophen, Zerfall, Machtgefüge und Traditionen beeinflusst wird, weniger von den Stararchitekten und ihren Entwürfen. Dem konstituierenden Wesen von Stadt und Urbanität kommt Steiner hier näher, fühlt sich an Corbusier und seine Ville Radieuse erinnert und ahnt die Überflüssigkeit aller Stadttheorien, wenn die Autoren Hongkong, Neapel, Beirut oder Casablanca in den Blick nehmen und ihre spezifischen Bedingungen und Konfigurationen untersuchen. Lustvoll scheint Steiner das Vorgehen der Beiträger, ihr Umgang mit Feldforschung, Karten, Fotos, Grafiken zur Illustration ihrer Befunde.
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