Als die politisch engagierte Jugend überwiegend links gestimmt war, vertrat Gert Hoffmann als ein Exponent der NPD-Studentenschaft den Rechtsradikalismus im Göttinger Studentenrat. 50 Jahre danach und angesichts des aktuell bedrohlich wachsenden Rechtspopulismus in Deutschland und Europa ist diese "andere 68er-Biografie" vor allem deshalb bemerkenswert, weil Hoffmann seinen "Irrweg" bereits 1969 mit seinem Austritt aus der NPD korrigierte und ab 1970 in der CDU Karriere machte. Sie führte ihn bis in das Amt des Oberbürgermeisters von Braunschweig.
Außergewöhnliche Einblicke gibt Hoffmann auch in die Jahre nach der Wiedervereinigung, in denen er als Regierungspräsident in Dessau eine wichtige politische Position in einer einzigartigen Situation innehatte. Hoffmann berichtet kenntnisreich von ungewöhnlichen Erlebnissen und Erfahrungen in einer tief aufwühlenden Zeit, die einmalig war und heute unglaublich anmutet.
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