Viel zu lange hat die Ökonomie einen der wichtigsten Faktoren im wirtschaftlichen Agieren von Menschen vernachlässigt: die Animal Spirits, also die nicht-rationalen Aspekte unseres Handelns. Ein großer Fehler, sagen George A. Akerlof und Robert J. Shiller, dessen Folgen wir in der Wirtschaftskrise täglich neu zu spüren bekommen. Sie fordern, das Verhalten des Menschen in der Wirtschaft wieder stärker zu berücksichtigen, anstatt sich auf reinen Marktglauben zu konzentrieren. Dieses Buch ist das Ergebnis ihrer langjährigen Forschungsarbeit. Es zeigt uns, wie erfolgreiches ökonomisches Denken und Handeln in der Zukunft aussehen muss.
Da auch bei der aktuellen Wirtschaftskrise wieder geradezu mittelalterliche Vorstellungen von ihren Auslösern aufkämen, findet es Wolfgang Uchatius sehr begrüßenswert, dass sich drei Bücher anschicken, über die Wirtschaft aufzuklären. Für George Akerlof und Robert Shiller sind es die schon in den 1930er Jahren von dem britischen Ökonom John Maynard Keynes benannten unberechenbaren menschlichen Instinkte und Gefühle, die "animal spirits", die die Wirtschaft beeinflussen, erklärt der Rezensent. Damit widersprechen sie vor allem der Meinung, in der Wirtschaft könne man alles kontrollieren und berechnen und bringen so "die Unsicherheit zurück in die Volkswirtschaftslehre", so Uchatius interessiert.
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