Die zunehmende Globalisierung führt zu einer wachsenden Autonomie der internationalen Finanzmärkte. Natürlich spielt das Geld innerhalb dieser Entwicklung eine maßgebliche Rolle. In der Soziologie blieb der monetäre Aspekt gesellschaftlicher Veränderungen bisher weitgehend unbeachtet. Hanno Pahl unternimmt den Versuch, eine Gesellschaftstheorie des Geldes zu entwerfen. Dazu verbindet er die Systemtheorie Niklas Luhmanns mit der Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2009
Reichlich kryptisch findet Jan Grossarth Hanno Pahls Abhandlung über die Frage, wie die wirtschaftliche Eigenlogik die Gesellschaft dominiert. Hierfür vergleicht der Soziologe Pahl die theoretischen Ansätze Niklas Luhmanns und Karl Marx' und tritt der Annahme entgegen, Geld sei ein neutrales Tauschmittel. Stattdessen, so lässt uns der Rezensent wissen, argumentiert Pahl im Einklang mit Marx, die Gesellschaft sei dominiert vom Primat der Ökonomie. Neben "interessanten Ansätzen" verortet Grossarth in Pahls Buch auch "antibürgerliche und antikapitalistische Ressentiments" und bemängelt das Außenvorlassen naheliegender historischer Fragen. Der Rezensent bescheinigt dem Autoren aber vor allem "sprachliche Eitelkeit": für den Leser, der noch nicht auf Du und Du mit der Luhmann'schen Systemtheorie ist, sei die Abhandlung schier unlesbar. Grossarth stellt fest: "Der Soziologe verwirrt."
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Bärfuss: Königin der Nacht Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…