Herausgegeben von Frank Benseler und Rüdiger Dannemann. "Es ist richtig, nach der Wahrheit strebt der Essay: doch wie Saul, der da ausging, die Eselinnen seines Vaters zu suchen und ein Königreich fand, so wird der Essayist, der die Wahrheit wirklich zu suchen imstande ist, am Ende seines Weges das nichtgesuchte Ziel erreichen, das Leben." (Georg Lukacs) Der Band enthält im Anhang den Lukacs-Essay "Von der Armut am Geiste", der zuerst 1914 erschienen ist und hier erstmals wieder nachgedruckt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2011
Stoff zum Nachdenken findet Jürgen Kaube bei Georg Lukacs noch immer genug. Sei's, weil ihm nicht mehr recht einleuchtet, wie sich aus literarischen Gattungen eine Ethik destillieren lässt, oder weil Judith Butler im Vorwort des Bandes derart sorglos daherschwafelt. Die beinahe vergessene Wirkung des Autors auf Generationen von Geisteswissenschaftlern erscheint Kaube fast rätselhaft. Zu hermetisch und zu thesenbeladen sind ihm die Aufsätze mitunter. Nur wo Lukacs selber Fragen hat (an Storm etwa), blitzt was von Größe auf, findet er, und macht sich sogar auf zu prüfen, ob diese Literaturkritik nur Ideen wälzt oder den Gegenstand erhellt.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…