Geoff Dyer

Die Zone

Ein Buch über einen Film über eine Reise zu einem Zimmer
Cover: Die Zone
Schirmer und Mosel Verlag, München 2012
ISBN 9783829605960
Gebunden, 233 Seiten, 19,80 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Marion Kagerer. Zum 80. Geburtstag des früh verstorbenen, russischen Filmemachers Andrej Tarkowski (1932-1986), enigmatische Kultfigur der Cineasten in aller Welt, präsentiert Geoff Dyer ein Buch über Tarkowskis düster-melancholischen Science-Fiction- Klassiker "Stalker" - so spannend wie ein Thriller und so unterhaltsam geschrieben, dass es selbst das Zeug zum Kultbuch hat, nicht nur bei hartgesottenen Arthouse- Aficionados, sondern auch bei "ganz normalen" Kinofans. Bei einer kürzlichen Umfrage unter FBI-Mitarbeitern nach dem Lieblingsfilm kam "Stalker", nach "Blade Runner", auf Platz zwei. Der Film wurde zur Vorlage für ein populäres Computerspiel, Björk hat "Stalker" einen Song gewidmet, Cate Blanchett gestand, "jedes einzelne Bild des Films hat sich mir in die Netzhaut gebrannt". Tarkowskis Meisterwerk von 1979, nach dem Roman "Picknick am Wegesrand" von Arkadi und Boris Strugatzki, steht wie ein Monolith in der Landschaft des Science-Fiction-Genres und gilt bis heute als einer der besten Filme aller Zeiten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2012

"Stalker" verstehen und schätzen lernen - wie das unterhaltsam geht, verrät Marius Nobach: mit Geoff Dyers sehr eigenem Versuch einer Annäherung an Andrej Tarkowskis Film nämlich. Was Scharen von Filmwissenschaftlern und Philosophen nicht gelungen ist, lobt Nobach, dieser Autor schafft's. Überzeugt hat Nobach der Essay durch einen zwar konventionell anmutenden detaillierten, chronologischen Durchgang, der ihm jedoch das breite Wissen und die erstaunliche Assoziationsfähigkeit des Autors eröffnet. Laut Nobach führt das zu geistvollen, aber auch prosaischen, äußerst witzigen Momenten. So, wenn der Autor seine Lust auf ein Bier in die Deutung mit einfließen lässt. Mit Geringschätzung hat das für Nobach allerdings nichts zu tun. Für ihn besteht kein Zweifel daran, dass der Autor den Film für das Größte hält, was die Filmkunst zu bieten hat. Spätestens nach dieser Lektüre glaubt der Rezensent das auch.
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