Jean Seberg

Unveröffentlichte Fotos und Briefe aus dem Familienarchiv

Klappentext

Von Regisseur Otto Preminger 1956 bei einem der größten Talentwettbewerbe Hollywoods unter 18.000 Bewerberinnen für die Rolle der Jeanne d'Arc ausgewählt, wurde Jean Seberg, aus dem ländlichen Marshalltown in Iowa stammend, mit 17 Jahren in die Welt des internationalen Films geschleudert. Im Jahr darauf machte sie als Cécile in der Verfilmung von Françoise Sagans Bestseller "Bonjour tristesse" Skandal. Zur Film- und Stilikone wurde sie 1960 in Jean-Luc Godards Nouvelle Vague-Klassiker "Außer Atem". Im Hinblick auf den 35. Todestag der Künstlerin am 30. August und den hundertsten Geburtstag ihres zweiten Ehemanns, des französischen Schriftstellers Romain Gary (1914-1980) am 8. Mai, erscheint die Bildmonografie zu Leben und Werk Jean Sebergs. Zum ersten Mal gibt Sebergs Sohn Alexandre Diego Gary darin Einblick in das private Familienarchiv mit Bildern aus Sebergs Kindheit und Jugend in Iowa, ihrer Studentenzeit und dem Familienleben mit Ehemann und Sohn. Hinzu kommen ein Gedicht der Zwölfjährigen und Briefe an die Eltern - unter anderem über ihr Dinner mit den Kennedys im Weißen Haus -, an die geliebte Großmutter und den kleinen Diego, die nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen. Filmstills und Aufnahmen von den Dreharbeiten zu ihren Filmen ergänzen den Band.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.08.2014

Sogar die Befreiung der Frau vermag Arno Widmann anhand der Filme Jean Sebergs zu studieren. Das vorliegende Buch bringt ihm die eigenen Erfahrungen mit Sebergs Schauspielkunst, ihrem Auftreten und der Art, wie Regisseure sie sahen in Erinnerung. Auch lernt Widmann, wie überraschend vielfältig Sebergs Schaffen war. Vermisst hat er in dem Band, der mit Fotos und Briefen aufwartet, wie Widmann schreibt, Informationen über das politische Engagement der Schauspielerin für die Black Panthers.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.05.2014

Ganz verliebt ist Fritz Göttler in Jean Seberg und ihre brüchige Karriere, wie sie in Hollywood für Flops von Otto Preminger vor der Kamera stand und als Covergirl-Schönheit ganz kopflos im Kino der da noch jungen, nicht minder in sie verliebten Nouvelle Vague landete. En detail nachlesen kann man diesen Karriereverlauf auch im Vorwort des vorliegenden Bandes mit zahlreichen Fotos aus privaten Archiven, erklärt der schwärmerische Rezensent. Und anhand der Bilder lässt sich die gescheiterte Karriere auch sinnlich nachvollziehen, meint er: Diese offenbart sich hier als "Geschichte einer Traumwandlerin".
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