Klappentext

Die arabische Welt wird im Frühjahr 2011 von Aufständen erschüttert. Von Marokko bis zum Persischen Golf gehen die Menschen gegen korrupte Regime auf die Straße und fordern den Sturz der Diktatoren. In Tunesien und Ägypten erzwingen sie den Rücktritt der Machthaber. In Libyen herrscht Krieg. In Syrien riegeln Panzer ganze Städte ab. Zehn ausgewiesene Kenner der Region stellen die Ursachen für den demokratischen Aufbruch dar, zeichnen den Verlauf der Ereignisse nach und stellen die Akteure vor: Tunesien und Libyen (Thomas Schmid, Berliner Zeitung), Ägypten (Frank Nordhausen, Berliner Zeitung), Algerien (Helmut Dietrich, DAAD), Marokko (Marc Dugge, ARD), Syrien (Martina Doering, Berliner Zeitung), Libanon (Markus Bickel, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Jordanien (Heiko Flottau, Süddeutsche Zeitung), Jemen (Jens Heibach, Universität Marburg), Saudi-Arabien (Henner Fürtig, GIGA Institut) und die Golfstaaten (Alexander Smoltczyk, Spiegel). Das Buch gibt einen kompakten Überblick über die Ereignisse und die Entwicklung in den einzelnen Ländern und über die Perspektiven, die der arabische Frühling eröffnet hat.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.08.2011

Ein gewisser Optimismus, dass auf den arabischen Frühling kein harter Winter folgen wird, scheint sich für Michael Thumann auch unter den Analysten langsam zu verbreiten. Kaum hat sich der politische Wandel vollzogen, haben auch schon die ersten Chronisten ihre Bücher veröffentlicht. Der Sammelband "Die arabischen Revolutionen" herausgegeben von Frank Nordhausen und Thomas Schmid gibt für Thumann nicht nur einen umfassen Überblick über die politischen Umwälzungen, sondern zeichnet auch deren Vorgeschichte nach. Anhand von Tagebüchern haben die Autoren eindrucksvoll herausgearbeitet, wie in den einzelnen Staaten aus Protest eine Bewegung und schließlich eine Revolution entstanden ist.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.06.2011

Beate Seel begrüßt diesen von Frank Nordhausen und Thomas Schmid herausgegebenen Band über die Revolution in den arabischen Ländern. Die Autoren stellen die revolutionären Entwicklungen in den einzelnen Ländern ihrer Ansicht nach überzeugend dar und liefern auch die zum Verständnis nötigen Hintergründe. Seel hebt hervor, dass nicht nur die Ähnlichkeiten im demokratischen Aufbruch beleuchtet werden, sondern auch die teils erheblichen Unterschiede. Zudem lobt sie die gute Lesbarkeit und den differenzierten Blick der Beiträge.