Florian Hartleb (Hg.), Friso Wielenga (Hg.)

Populismus in der modernen Demokratie

Die Niederlande und Deutschland im Vergleich
Cover: Populismus in der modernen Demokratie
Waxmann Verlag, Münster 2011
ISBN 9783830924449
Kartoniert, 244 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

In verschiedenen europäischen Ländern haben rechtspopulistische Parteien im Laufe der vergangenen Jahre in der politischen Landschaft eine starke Position erlangt. Dies trifft auch auf die lange Zeit als liberal und tolerant geltenden Niederlande zu, und seit der kurzen politischen Karriere Pim Fortuyns im Jahr 2002 gehört die früher so selbstverständliche politische Dominanz der traditionellen Parteien der Vergangenheit an. Die alten Muster der politischen Mehrheits- und Konsensbildung gelten nicht mehr, und das politische Klima ist rauer geworden. Im Herbst 2010 fanden niederländische konservative Liberale und Christdemokraten bei dem Rechtspopulisten Geert Wilders Unterstützung für die Bildung einer Minderheitsregierung, die das Ansehen der Niederlande im Ausland weiter verändern wird.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2011

Den Rezensenten überzeugt die analytische Tiefendimension in diesem von Friso Wielenga und Florian Hartleb herausgegebenen Sammelband zum Thema Populismus in den Niederlanden und in Deutschland. Gerd Langguth lauscht einer Begriffsdefinition, der Darstellung des Links- beziehungsweise Rechtspopulismus und hört sich an, wie etwa Frank Decker den populistischen Zangengriff erläutert, in dem sich die etablierte Politik seiner Meinung nach befindet. Gregor Gysi, Theodor zu Guttenberg, Gerhard Schröder - sämtlich Populisten, liest Langguth verblüfft und weiß am Ende der Lektüre auch, dass sich Deutschland angesichts eines Geert Wilders nicht als die bessere Demokratie zu fühlen braucht. Dass hier weitgehend frei von populustischen Parteien regiert werden darf, erklärt er, liegt schlicht an der 5-Prozent-Hürde, die es in den Niederlanden nicht gibt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2011

Rezensent Wolfgang Jäger begrüßt diesen von Friso Wielenga und Florian Hartleb herausgegebenen Sammelband über Populismus in Deutschland und in den Niederlanden. Lesenswert findet er die Beiträge zum Populismus-Begriff und seiner demokratietheoretischen Einordnung. Deutlich wird seines Erachtens allerdings, wie schwierig es ist, den Populismus-Begriff gegenüber dem des Extremismus klar abzugrenzen. Im Vergleich der Niederlande und Deutschlands werden für ihn Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutlich. Besonders hebt er Koen Vossens erhellenden Beitrag über Geert Wilders hervor sowie zwei "wichtige" Beiträgen zur Behandlung des Populismus im schulischen Unterricht.
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