Eher unwegsames, theoretisch eher höher gelegenes Gelände hat Dietmar Kammerer mit diesem Sammelband betreten, das ahnt man gleich. Der Band versammelt einundzwanzig Beiträge, die nach Informationen des Rezensenten über mehrere Jahre im Rahmen verschiedener interdisziplinärer Diskussionen entstanden sind. Eher locker ist also der Zusammenhalt der Texte, die sich mit Film, Avantgarde und Biopolitik im weitesten Sinne auseinander setzten und mit viel Foucault und Agamben im Gepäck die Möglichkeiten erkunden, das Leben abzubilden, mit der Kunst zu versöhnen oder gegen ökonomisch Optimierungen zu verteidigen. Kammerer erwähnt Beiträge von Thomas Elsässer, Hito Steyerl oder Astrid Deuber-Mankowsky und gibt zu verstehen, dass der Großteil der Texte nur für theoretisch fundierte Leser geeignet ist, ein Kompliment, das wir gern auch an den Rezensenten selbst richten.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…