Andre Bazin

Was ist Film?

Cover: Was ist Film?
Alexander Verlag, Berlin 2004
ISBN 9783895810626
Gebunden, 440 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Robert Fischer und Anna Düpee. Mit einem Vorwort von Tom Tykwer und einer Einleitung von Francois Truffaut. Hier liegt auf deutsch die vollständige und neu übersetzte Fassung des französischen Klassikers vor, der französischen "edition definitive", die die vierbändige Ausgabe mit Schriften aus den Jahren 1958-1962 ersetzte. Bei der Auswahl dieses Bandes berieten Bazins Witwe und Francois Truffaut. "Der Titel dieser Artikelreihe 'Was ist Kino?' ist nicht so sehr das Versprechen einer Antwort als vielmehr eine Frage, die der Autor auf all diesen Seiten sich selber stellt. Diese Zeile erhebt also durchaus nicht den Anspruch, eine erschöpfende Geologie oder Geographie des Kinos vorzulegen, sondern lediglich, den Leser anlässlich der Filme, die sich dem Kritiker tagtäglich zur Reflexion anboten, auf eine Reihe von Expeditionen, Sondierungen, Überflüge mitzunehmen." (Andre Bazin)

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2005

Liebevoll fällt Michael Althens Besprechung von Andre Bazins nun auf Deutsch vorliegendem Klassiker "Was ist Film?" aus. Noch immer scheinen die Einsichten des großen französischen Kritikers, den nicht nur die Regisseure der Nouvelle Vague - hier allen voran: Francois Truffaut - als Vaterfigur ihrer Profession betrachtet haben, nicht eingeholt - ganz gewiss sind sie nicht überholt, folgt man Althens Rezension. Etwa was Bazin über die Notwendigkeit der Emanzipation der jungen Kunstform von den älteren Geschwistern, Theater und Literatur, zu sagen hat. Bazin macht sich in seinen Kritiken die Filme zu eigen, so Althen, und er gewinnt durch das Verfahren dieser Anverwandlung neue, überraschende Ein- und Ansichten, die, wie Tom Tykwer in seinem Vorwort schreibt, geeignet sind, die "Sehnsucht nach der unmittelbaren Wucht filmischer Erfahrung" wieder zu erwecken.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.10.2004

Dreißig Jahre hat es gedauert, bis die "definitive Ausgabe" des filmtheoretischen Werks von Andre Bazin nun auch in deutscher Sprache erscheint. Definitiv heißt dabei allerdings keineswegs vollständig, es handelt sich vielmehr um eine "komprimierte Sammlung von fast 30 Aufsätzen", die die Themen "Ontologie des Films", Verhältnis zu anderen Medien, "soziologische Aspekte und vereinzelte Genres" und Überlegungen zur Ästhetik des Neorealismus umfasst. Der Rezensent Jörg Becker erläutert recht ausführlich Bazins für die Nouvelle Vague so wichtige Überlegungen, seinen ontologischen Realismus, von dem seine Vorliebe für die Plansequenz und Mise-en-scene und seine Skepsis gegenüber der Montage herrührte. Über den Status Bazins als Klassiker der Filmtheorie muss der Rezensent nichts mehr sagen, an dieser Ausgabe übt er keine Kritik: es scheinen keine Wünsche offen zu bleiben.
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