Erwin Panofsky

Erwin Panofsky: Korrespondenz 1910-1968

Eine kommentierte Auswahl in fünf Bänden
Cover: Erwin Panofsky: Korrespondenz 1910-1968
Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2011
ISBN 9783447064888
Gebunden, 5000 Seiten, 798,00 EUR

Klappentext

Weltweit mögen circa 27.000 Briefe von und an Panofsky erhalten sein. Etwa 24.000 davon hat der Herausgeber in öffentlichen und privaten Archiven diesseits und jenseits des Atlantiks in vieljähriger Arbeit aufgespürt und daraus mehr als 3.000 zur Publikation ausgewählt. Diese Auswahl ist nun, eingeleitet, textkritisch aufbereitet, kommentiert, durch Verzeichnisse und Register erschlossen sowie durch Bildbeigaben bereichert, in fünf umfangreichen Bänden erschienen. Das Werk versteht sich als ein Beitrag zur Mikrohistorie des Lebens und Wirkens von Erwin Panofsky, der keine Autobiografie hinterlassen hat. Darüber hinaus bietet es Einblicke in die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive einer exzeptionellen Persönlichkeit, wobei die Wissenschafts-, Sozial-, Personen- und Institutionengeschichte besondere Schwerpunkte bilden. Die Korrespondenzen Panofskys sind, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, der bis heute unbekannte Teil seines Wirkens. Die umfangreiche Auswahlausgabe wird daher für längere Zeit einen unentbehrlichen Ausgangspunkt für Forschungen der verschiedensten Art bilden. Der Herausgeber Prof. em. Dr. Dieter Wuttke lehrte bis 1995 Deutsche Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit auf kulturwissenschaftlicher Grundlage in der Nachfolge Aby M. Warburgs an der Universität Bamberg. Er war Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton und unter anderem Fellow am Center for Advanced Study in the Visual Arts an der National Gallery of Art in Washington, D.C.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2011

Ein "großes Stück Zeit- und Geistesgeschichte" erblickt Andreas Wang in dieser von Dieter Wuttke herausgegebenen Auswahledition der Korrespondenz des Kunsthistorikers Erwin Panofskys, die mit dem jetzt vorliegenden fünften Band zum Abschluss gekommen ist. Er würdigt insbesondere die Herkulesleistung des Herausgebers, der rund sechsundzwanzigtausend Briefe aufgespürt und davon dreitausendfünfhundert ausgewählt hat, und lobt dessen exzellente Kommentierung der Briefe. Wuttkes Edition der Korrespondenz macht die Laufbahn des Gelehrten für Wang genaustens nachvollziehbar. Ja, er sieht in ihre eine Art Autobiografie, die das Familienleben, die Forschungen und die Kunstbetrachtung des Kunsthistorikers dokumentiert. Besonders hebt der Rezensent die Briefe hervor, in denen sich Panofsky, der unter den Nationalsozialisten in die USA emigrieren musste, über Deutschland und die Verfolgung der Juden äußerte, eröffnen sie doch einen "eindrucksvollen Blick in den Abgrund deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert".
Stichwörter

Beliebte Bücher

Juli Zeh. Pony Show - Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Juli Zeh: Pony Show
Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet…
Shida Bazyar. Die Lücken - Roman. Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Shida Bazyar: Die Lücken
Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…
Anne Carson. Rot - Zwei Romane in Versen. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2019.Anne Carson: Rot
Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt…
Dana Vowinckel. Anton und Alma - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Dana Vowinckel: Anton und Alma
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…