Erwin A. Schmidl (Hg.)

Österreich im frühen Kalten Krieg 1945-1958

Spione, Partisanen und Kriegspläne
Cover: Österreich im frühen Kalten Krieg 1945-1958
Böhlau Verlag, Wien 2000
ISBN 9783205992165
Gebunden, 275 Seiten, 35,69 EUR

Klappentext

Der Band behandelt mehrere wichtige Themenkomplexe zur österreichischen politischen und Militärgeschichte zwischen 1945 und 1958, von den Aktivitäten alliierter Nachrichtendienste und dem Schicksal unter Spionageverdacht verurteilter Österreicher in der Sowjetunion über die Aktivitäten ukrainischer, jüdischer und jugoslawischer Partisanen bis zu Kriegs- bzw. Krisenvorbereitungen der Besatzungsmächte (US-Luftbrückenplanungen à la Berlin für Wien, französische Sperrvorbereitungen für Tirol) sowie die US-Überflüge während der Libanon-Krise 1958. Abgerundet wird der Band durch einen Beitrag zur Historiographie des Kalten Krieges und den gegenwärtigen Forschungsstand dazu.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2001

Wie wir aus der Rezension von Rolf Steininger erfahren, beschäftigen sich allmählich auch österreichische Zeithistoriker mit der Rolle ihres Landes während des Kalten Krieges. Ein wichtiger Beitrag hierzu sei dieser "lesens- und empfehlenswerte Sammelband", so der Rezensent. Interessiert referiert er unter anderem Aufsätze über Pläne der Alliierten zur Versorgung Wiens aus der Luft und die Aktivitäten der CIA, die zur Verteidigung gegen den Kommunismus geheime Waffenlager in Österreich anlegte. Alles in allem ein sehr gut besprochener Sammelband, der anscheinend die Wissbegier im Rezensenten geweckt und ihn vor allem auch keineswegs enttäuscht hat.
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