Ibn Battuta gilt als der "Marco Polo des Orients": Der große Abenteurer bereiste im 14. Jahrhundert weite Teile der damals bekannten Welt, seine 30-jährige Odyssee führte ihn von Marokko über Mekka, Konstantinopel und die Krim bis nach Samarkand, Indien, Indonesien und China. Das einigende Band der von ihm bereisten Länder war der Islam, den Ibn Battuta in seinen Schriften als Religion des Fortschritts und der Toleranz schildert. 700 Jahre nach Ibn Battuta hat sich Erich Follath auf die Spuren des "Königs aller Reisenden" begeben und begegnet einer fundamental veränderten islamischen Welt: An zwölf Orten, die Ibn Battuta wichtig waren und die immer noch einen besonderen Klang haben, zeigt Follath eindrucksvoll, wo die islamische Welt heute steht, mit welchen Problemen sie kämpft und welche Herausforderungen sie zu bewältigen hat.
Beeindruckt zeigt sich Sascha Lehnartz von der Wanderlust Ibn Battutas, der dreimal so weit gereist sei wie Marco Polo, den aber hierzulande trotzdem kaum jemand kenne. Dabei habe er im 15. Jahrhundert in 29 Jahren mehr als 40 Länder durchquert, der daraus hervorgegangene Text "Rihla" ist für Lehnartz "die Mutter aller Reiseberichte und der Quellcode aller Auslandskorrespondenten". Der ehemalige "Stern"- und "Spiegel"-Reporter Erich Follath hat ein Jahr lang Orte von Ibn Battutas Route bereist und nun eine "Bestandsaufnahme der Vielschichtigkeit der islamischen Welt von heute" vorgelegt, so Lehnartz. Dem Rezensenten gefällt besonders, dass Follath sowohl mit den Mächtigen als auch mit einfachen Bürgern gesprochen hat, und das ganz ohne Eitelkeit. Dass die Eindrücke wegen des geringen Reisetempos stichprobenhaft bleiben, stört Lehnartz nicht. Der Kritiker lobt zudem, dass Follath mehr Fragen stelle als Antworten gebe, deshalb sei sein Bericht "einfach nur exzellenter politscher Reisejournalismus".
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…