Die Grande Dame der Meinungsforschung und Gründerin des Instituts für Demoskopie Allensbach prägte als "Pythia vom Bodensee" das politische und wissenschaftliche Leben in Deutschland. Sie beriet Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Helmut Kohl. Nach Amerikaaufenthalten gründete sie 1947 mit ihrem Mann Erich-Peter Neumann das Institut, das sich der Erforschung der öffentlichen Meinung und ihrer Wirkung auf Politik und Gesellschaft widmet. In ihren Erinnerungen lässt Elisabeth Noelle-Neumann die großen Momente ihres Lebens Revue passieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2006
Angetan berichtet Rezensent Tilman Mayer über diese Memoiren der Meinungsforscherin und Journalistin Elisabeth Noelle-Neumann, der "Nestorin der deutschen Demoskopie". Ausführlich rekapituliert er ihre Lebensgeschichte, ihre journalistische Ausbildung, die Aufenthalte in den USA, wo sie erstmals mit der Meinungsforschung in Kontakt kam, bis zur Gründung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Als spannend, "fast romanhaft" erzählt lobt Mayer die Erinnerungen, in denen zahlreiche große Namen und Personen darunter Carlo Schmid, Albert Speer, Hans Filbinger, Ernst Jünger, Lea Rosh, Konrad Adenauer, Ludwig Erhard oder Helmut Kohl auftreten. Zudem unterstreicht er Noelle-Neumanns wissenschaftsgeschichtlich prägnante Darstellung von Irrtümern, aber auch von Innovationen der Meinungsforscherzunft.
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