Christian Leipert (Hg.)

Demografie und Wohlstand

Neuer Stellenwert für Familie in Wirtschaft und Gesellschaft
Cover: Demografie und Wohlstand
Leske und Budrich Verlag, Opladen 2003
ISBN 9783810037381
Kartoniert, 304 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Im Auftrag des Deutschen Arbeitskreises für Familienhilfe. Ein Schwerpunkt des Buches liegt auf der Herausarbeitung der Leistungen, die Familien beim Aufziehen der Kinder erbringen und auf die die Gesellschaft auch und gerade in Zukunft dringlich angewiesen bleibt. Diese familiären Leistungen bilden die wichtigste Quelle des Humanvermögens einer Gesellschaft, das wiederum heute der wichtigste Bestimmungsfaktor des langfristigen Wirtschaftswachstums und der Produktivitätsentwicklung eines Landes ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2003

Recht aufschlussreich findet Rezensent Tilman Mayer diesen Sammelband, der die Ergebnisse eines internationalen Kongresses zum Thema "Demografie und Wohlstand" dokumentiert. Als "bestechend" an dem Band würdigt Mayer seine bevölkerungspolitische Akzentsetzung. So belege der Bielefelder Demograph Herwig Birg die gesellschaftliche Polarisierung in zwei Drittel Kinderhabende und ein Drittel Kinderlose, die eine demografische Gerechtigkeitslücke entstehen ließ. Daneben hebt Mayer den Beitrag des französischen Demografen Gerard-Francois Dumont hervor, der die gravierenden, negativen Bedeutung der niedrigen Geburtenrate für die gesamte Wirtschaftsdynamik aufzeigt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.10.2003

Reichlich "abstrakt" mute dieser von Christian Leipert herausgegebene Sammelband an, der den "Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum und Prosperität" thematisiert, meint Thomas Eckhardt in seiner Besprechung. Den einleitenden Worten des Herausgebers, der sich ob der kinderfeindlichen Orientierung von Wirtschaft und Politik, der Überlastung der sozialen Sicherungssysteme und dergleichen mehr, frage, wie lange "unsere fragile Demokratie diesen Umstand noch ertragen" könne, kann der Rezensent noch zustimmen. Eckhardt hat dann aber in den Beiträgen recht viel "Schwarzmalerei" und "reichlich fromme" Wünsche entdeckt. Zudem stößt er sich an den vielen "schönen Worten" - Fertilitätsparadoxon, Humankapital, Bestandserhaltungsniveau und Geburtenförderung, um nur einige zu nennen. Trotz mancher bizarrer Wortschöpfungen hat der Rezensent "viele scharfsinnige Analysen" gelesen, wie er uns in seinem abschließenden Fazit wissen lässt, die allerdings durch allerlei störenden "Nebensächlichkeiten" begleitet werden.

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