Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.09.2005
Eine Revolution der deutschen Geopolitik findet man nicht in Heinz Brills "Geopolitischen Analysen", meint Tilman Mayer. Brill, ehemaliger wissenschaftlicher Direktor im Zentralen Forschungs- und Studienbereich des Amtes für Studien und Übungen der Bundeswehr, weiß um die sicherheitspolitische Brisanz dieses Themas und macht Mayer eben deshalb neugierig darauf. Sehr nachlesenswert findet er dann auch die gesammelten Aufsätze und Überlegungen zu Fragen der Ökonomie, der Kultur und der Strategie, fühlt sich aber "enorm gestört" durch Wiederholungen, die die Sammlung von Texten aus drei Jahrzehnten mit sich bringt. Auch im Einleitungsteil liest er keine neuen Ideen, sondern ein Referat anderer Meinungen. Brill Standpunkt vermisst er. Den Rezensenten beschleicht außerdem das Gefühl, Brill sei nicht gut beraten gewesen bei der Suche nach Grafikern und Lektoren; entdeckt er doch fehlende Register und unlesbares Kartenmaterial. Doch diese Mängel sollten die Leser nicht von der Lektüre dieses "mutigen Werks" abhalten, stellt Mayer klar, denn es könnte - wenn auch unfreiwillig - als "Steinbruch" wirken, die Notwendigkeit für einen Neuanfang der Geopolitik in Deutschland aufzeigen sowie dazu anstoßen, deren Forschung und Grundlagen auszubauen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…