Eckhard Jesse (Hg.), Tom Mannewitz (Hg.)

Extremismusforschung

Handbuch für Wissenschaft und Praxis
Cover: Extremismusforschung
Nomos Verlag, Baden-Baden 2018
ISBN 9783848718078
Gebunden, 672 Seiten, 98,00 EUR

Klappentext

Das Handbuch vermittelt Einblicke in einen Zweig der Politikwissenschaft, der aufgrund der unlängst gewachsenen extremistischen Herausforderungen besonders sichtbar, aber auch streitbar ist. Den Schwerpunkt der 16 möglichst einheitlich gehaltenen Beiträge bilden theoretische Konzepte, empirische Analysen vergangener und aktueller Phänomene sowie Ansätze zur Erklärung von Einstellungen, Handlungen und Wahlergebnissen. Die Bundesrepublik Deutschland steht dabei im Vordergrund. Extremismus ist eine Sammelbezeichnung für höchst heterogene Phänomene, die den demokratischen Verfassungsstaat, der auf Pluralismus, Menschenrechten und Gewaltenkontrolle basiert, direkt oder indirekt ablehnen. Äquidistanz gegenüber allen Formen - rechter, linker, fundamentalistischer Art - ist ein Gebot, dem sich die normative Extremismusforschung ebenso verpflichtet fühlt wie der Beschreibung und Ergründung der Gefahren für den demokratischen Verfassungsstaat.  Uwe Backes, Stéphane Courtois, Birgit Enzmann, Jürgen W. Falter, Rolf Frankenberger, Thorsten Hasche, Eckhard Jesse, Jürgen P. Lang, Tom Mannewitz, Lazaros Miliopoulos, Viola Neu, Sabine Pokorny, Armin Pfahl-Traughber, Alexander Straßner, Tom Thieme, Bernd Jürgen Wendt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2019

Harald Bergsdorf versteht das von Eckhard Jesse und Tom Mannewitz herausgegebene Handbuch als gute Forschungsbasis und Seismografen für Extremismus-Debatten. Unter den sechzehn Beiträgen namhafter Experten entdeckt er unter anderem Porträts extremistischer Führungsfiguren und Hinweise auf Forschungsschwerpunkte und -desiderata zum Thema Extremismus in Deutschland. Mit am besten gefallen hat Bergsdorf der Aufsatz von Tom Mannewitz, der die Bedingungen untersucht, unter denen extremistische Parteien Erfolge bzw. Misserfolge verbuchen. Allerdings vermisst der Rezensent hier die Berücksichtigung der Massenmedien. Ein weiterer Text von Viola Neu und Sabine Pokorny vermittelt Bergsdorf, wie wichtig Differenzierungen in der Demoskopie sind, wenn es um Extremismen geht.

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