Herausgegeben von Jennifer Schellhöh, Jo Reichertz, Volker M. Heins und Armin Flender. Was macht radikale Weltbilder so attraktiv? Und wie lässt sich die Renaissance des Extremismus kultur- und sozialwissenschaftlich erklären? Sprach man bis vor Kurzem noch davon, dass Großerzählungen auf dem Schrottplatz der Geschichte liegen, finden sie neuerdings mit der Wiederkehr des Fundamentalismus den Weg zurück in den Diskurs. Die Beiträge des Bandes stellen verschiedene Großerzählungen des Extremen vor und diskutieren, wie sie sich in Denkfiguren, Rhetoriken, Symboliken und Handlungsweisen niederschlagen. Mit Beiträgen u.a. von Claus Leggewie und Susanne Schröter.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2018
Wolfgang Freund stellt einmal mehr fest, dass viele Köche den Brei verderben. Die vier Herausgeber dieses Sammelbandes, J. Schellhöh, J. Reichertz, V. M. Heins und A. Flender versäumen es seiner Meinung nach nicht nur, die Beiträge auf einleuchtende Weise miteinander zu verbinden, sie nerven den Leser auch tüchtig mit akademischem Slang, Wortungetümen, Wiederholungen und Selbstverweisen. Am besten liest man die Texte für sich, ohne nach einem systematischen Großerzählungszusammenhang zu fragen, rät der Rezensent. Denn für sich genommen sind die Beiträge zu gegenwartsnahen Themen wie Neue Rechte, Populismus und Islamismus durchaus interessant.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…