"Krieg macht ehrlich", ist das Motto von Düzen Tekkal. Als deutsche Jesidin hat sie 2014 den Genozid an ihrem Volk im Nordirak mitangesehen. Tekkals Analyse zielt nicht nur auf die islamistischen Hardliner, sondern auch auf die wachsende Gewalt von rechts: Jeder der beiden "bösen Zwillinge" verhöhnt die Errungenschaften des Grundgesetzes und stellt Werte wie Meinungs- und Religionsfreiheit in Frage. Die Politik reagiert auf diese Entwicklung hilflos oder überfordert. Düzen Tekkal aber will nicht länger schweigen: Sie möchte offen über die Probleme sprechen, die die Integration mit sich bringt. Sie redet Klartext, wenn es darum geht, rechten Gesinnungstätern das Handwerk zu legen. Vor allem aber will sie die Werte verteidigen, für die sie als Deutsche und als Autorin einsteht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2016
Regina Mönch wünschte, alle würden die Migranten-Debatte so führen wie Düzen Tekkal, unerschrocken, streitbar und klug. Allerdings kann die Autorin als deutsche Jesidin mit Verbindungen in den Irak auch von Erfahrungen berichten, die andere nicht haben. Tekkal erzählt von Gewalt und Angst, vom Scheitern des Multikulti, von den Schwierigkeiten der Integration, aber auch von ihrem persönlichen Erfolg damit. Mönch gefällt der Humor, der frische, packende Ton, wenn die Autorin von ihrer Kindheit und Jugend erzählt. Die Ratschläge im Buch für eine bessere Integration scheinen ihr dagegen oft plakativ.
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