Dorothee Baxmann
Wissen, Kunst und Gesellschaft in der Theorie Condorcets

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999
ISBN 9783608919905
gebunden, 412 Seiten, 44,99 EUR
ISBN 9783608919905
gebunden, 412 Seiten, 44,99 EUR
Klappentext
Modernes Wissen ist nicht einfach da, es muß organisiert werden. Einer der führenden Theoretiker, der Philosoph Jean Marie Antoine Nicolas, Marquis de Condorcet (1743?1794), wird hier als ein kultureller Neuerer der Moderne vor und während der Französischen Revolution entdeckt. Condorcet, Sekretär der Académie des Sciences, verfügte als erster über eine grundsätzlich neue Einsicht in die systematischen Zusammenhänge kommunikativer Strukturen. Vor 1789 bereits vernetzte er die Akademien; als Mitglied des Comité d?Instruction publique beteiligte er sich ab 1789 aktiv an der kulturellen Neuordnung. Seine Theorie öffnet den Blick auf neue Institutionen und Lebensformen an der Wende zur Moderne.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Über Condorcet, sein Wirken und Schreiben vor, während und nach der Französischen Revolution kann man in diesem Buch laut Gustav Falke einiges erfahren. Ihn stört allerdings die Argumentation gegen Michel Foucault, die er, ohne es recht erklären zu können, aufgesetzt und akademisch zu finden scheint. Falke kritisiert auch Baxmanns "Jakobinismus". In der Französischen Revolution lasse sie nur die zentralisierenden Tendenzen gelten, nicht den Regionalismus, wie ihn etwa die Provinzakademien vertraten: "Die Girondisten haben kein Rederecht."
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