Don Winslow

Corruption

Thriller
Cover: Corruption
Droemer Knaur Verlag, München 2017
ISBN 9783426281680
Gebunden, 544 Seiten, 22,99 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte. In den Straßenschluchten von New York lässt Don Winslow ein alptraumhaft realistisches Szenario von Drogen, Menschenhandel, Mord entstehen. Er zeichnet die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen: Sie sehen sich als Elitetruppe der Polizei, eine verschworene Einheit, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten. Gemeinsam sollen sie für Ruhe und Ordnung in ihrem Revier sorgen, dem nördlichen Manhattan. Und genau das tun sie. Hier gelten ihre Spielregeln, hier geschieht nichts ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist extremem Stress ebenso ausgesetzt wie extremen Risiken ... und extremen Verlockungen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.07.2017

Besonderen Tiefgang darf man bei Don Winslow nicht erwarten, Spannung und vor allem Aktualität sind bei dem amerikanischen Bestsellerautor aber garantiert, meint Rezensent Tobias Gohlis. "Corruption" ist eine Reaktion auf die Polizeiübergriffe gegen Afroamerikaner und deren Rachefeldzüge gegen Polizisten, informiert der Kritiker, der hier dem korrupten Cop Denny Malone durch das nördliche Manhattan folgt und erlebt, wie dieser nach einem Drogendiebstahl vom FBI gejagt wird. Dass die Perspektiven der Figuren ein wenig "eindimensional" geraten, geht für den Rezensenten in Ordnung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.06.2017

544 Seiten, die wie "Geschossgarben rattern" - im Thema Drogenkrieg kann Don Winslow ganz und gar aufgehen, hier zeigt er, was für ein Schriftsteller in ihm steckt, so der beeindruckte Rezensent Frank Junghänel. Winslows neuer Thriller über einen New Yorker "bad cop", der zum Drogendealer wird, liest sich wie eine Reportage über Polizeiarbeit und Korruption, so der Rezensent, teils erinnert ihn die Sprache und insbesondere die Dialoge an Szenen aus Filmen oder Serien wie "The Wire". Die Spannung sowie das Schwanken zwischen Verurteilung des Protagonisten und Sympathie bleibt dabei immer erhalten, lobt Junghänel.Und am Ende gibt es sogar noch eine fulminante Abrechnungsszene bzw. -rede mit sämtlichen Übeltätern der Stadt, verspricht der Rezensent.