Herausgegeben von Steffi Hobuß, Christina Schües, Nina Zimnik und anderen. Globalisierungsprozesse sind nicht geschlechtsneutral. Unter dieser Vorgabe betrachtet die Anthologie verschiedene Aspekte dieser Prozesse aus feministischer Sicht: Ökonomie, Menschenrechte, Migration, Cyberfeminismus und Politik. Im Vordergrund der einzelnen Beiträge steht die philosophische Bewertung sozialpolitischer Umstrukturierungen, neuer kultureller Praktiken und kollektiver beziehungsweise individueller Identitätsbildung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.06.2002
Die Herausgeberinnen dieses Sammelbandes haben sich vorgenommen, geschlechtsspezifische Aspekte der Globalisierung näher zu beleuchten, berichtet Karin Ceballos Betancur. Und das tun sie, stimmt die Rezensentin zu, "aus gutem Grund". Denn gerade Frauen zählten "in besonderer Weise zu den Globalisierungsverlierern". Von Arbeitslosigkeit, "Job-Unsicherheit" und Gehaltssenkungen seien sie zumeist als erste betroffen. Abgesehen davon, dass Konzerne aus der ersten Welt in der dritten Welt stets auf die billigsten Arbeitskräfte aus seien, die sie immer wieder unter jungen, unverheirateten Frauen fänden, die zuhauf ohne Arbeitsschutz in den "Freihandelszonen" unterbezahlte Arbeit verrichteten. Der Sammelband trage dazu bei, so Ceballos Betancur, unhinterfragte Selbstverständnisse, die oft auf einem "paternalistischen Blick" beruhten, endlich kritisch zu beleuchten und auch "die andere Hälfte der Globalisierung" in den Diskurs darüber miteinzubeziehen.
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