Das Buch untersucht die Erscheinungsform des gegenwärtigen Kapitalismus: die Folgen der Globalisierung auf die Finanzmärkte sowie auf Unternehmensstrukturen, aber auch auf das alltägliche Leben, auf Familie, Geschlechterverhältnisse und auf die Sozialstruktur der Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.07.2002
Der Band bietet Perspektiven der Globalisierung aus Sicht von 13 Autoren. Die grundsätzliche Diagnose scheinen sie zu teilen: "Gewinnmaximierung" ohne Rücksichten auf nationale Grenzen oder auf bestehende "soziale Rahmen" ist der Kern der Entwicklung, am Ende steht die "Allgegenwart von Adidas und Armani". Manuel Castells zweifelt an der Wirtschaftsordnung im Vergleich des Börsenwertes von Amazon (1998) und des - niedrigeren - Gesamtwerts der russischen Börse. Richard Sennett beschreibt - in einem Aufsatz, den der Rezensent Benedikt Koehler "sensibel" nennt -, wie die Manager von heute ihre Verwurzelung in der Region verloren haben. Nicht alles in dem Band, so Koehler, ist ganz aktuell, anderes aber erscheint heute - nach Enron - umso prophetischer, etwa Paul Volckers Beschreibung korrupter Praktiken im "texanischen Bankwesen".
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