Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, fasziniert und polarisiert wie kaum ein anderer in unserer derzeitigen politischen Landschaft. Dieses Buch zeigt, wie die promovierte Volkswirtin, Publizistin und Politikerin zu dem wurde, was sie heute ist. Es schildert ihre bei Goethe, Hegel und Marx beginnenden Einflüsse und den langen Weg der Autodidaktin über die Systeme hinweg. Sahra Wagenknecht, die Ostdeutsche, der in der DDR der Zugang zu einem Studium verwehrt wurde, hat die Politik der Bundesrepublik beeinflusst wie nur wenige Frauen vor ihr. Ihre wechselhaften Rollen in der PDS, in der Partei Die Linke, der Linksfraktion sowie in der Bewegung Aufstehen kommen in diesem Buch genauso zur Sprache wie Partei- und Wahlprogramme, an denen sie entscheidend mitgearbeitet hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.11.2019
Pünktlich zu Sahra Wagenknechts Rückzug aus der ersten Reihe der Politik liegen gleich zwei neuen Biografien der Linken-Politikerin vor, freut sich Rezensent Stephan Hebel und empfiehlt wohlwollend die ergänzende Lektüre. Während der Sozialpsychologe Christian Schneider sich vor allem auf Wagenknechts privaten Werdegang konzentriere, analysiere der Journalist David Goeßmann die "Wagenknecht'sche Ideologie", erklärt der Kritiker, der bei Goeßmann eine "fundamentale", aber faire Kritik an Wagenknecht liest. Dass der Autor dabei von Robert Hahnels und Michael Alberts an ein rätedemokratisches Modell angelegten Idee einer "partizipatorischen Wirtschaft" ausgeht, stört Hebel nicht weiter: Goeßmanns Kritik an Wagenknechts Migrationspolitik oder an ihrem Vorschlag der Enteignung von Kapitalgesellschaften kann der Rezensent auch so gut nachvollziehen.
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