Herausgegeben von Regina Fasold. Die vorliegende Ausgabe umfasst den Briefwechsel der Eheleute Theodor und Constanze Storm aus der Zeit zwischen 1851 bis 1864. Der Briefwechsel zeichnet "Szenen einer Ehe" aus der bürgerlichen Mittelschicht des 19. Jahrhunderts nach, in denen nichts, auch nicht das Intimste, ausgespart bleibt. Storms sexuelle Forderungen an Constanze gelangen genauso zur Sprache wie die subtilsten Gedanken über die seelische Verbundenheit des Paares. In Constanze Storms Briefen wird zudem die Alltagskultur eines Frauenlebens greifbar, das sich in den engen Grenzen kleinstädtischer Verhältnisse vollzog.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2010
Diesen Ehebriefwechsel zwischen Theodor Storm und seiner Frau Constanze findet Tilman Spreckelsen vorbildlich und denkt ihn sich als unumgängliche Vorarbeit für künftige Storm-Biografien. Der Kern der Vorbildlichkeit liegt für ihn in der Gründlichkeit der Quellenerschließung durch die Herausgeberin Regina Fasold sowie im Zusammenspiel von Text und Kommentar. Laut Spreckelsen erhält der Leser so nicht nur einen detaillierten Einblick in Storms von nervöser Unruhe getriebene Sorge um die weitverzweigte Familie und seine "Selbst- und Constanzequälerei", sondern ebenso ein selten genaues und lebendiges Panorama bürgerlichen Lebens aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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