Aus dem Amerikanischen von Alexander Pechmann. Mit einem Vorwort von Peter Handke. Im Sommer 1842, wenige Wochen nach ihrer Hochzeit und dem Entschluss, im alten Pfarrhaus in Concord ein gemeinsames Leben anzufangen, beginnen Nathaniel Hawthorne und seine Frau Sophia ein gemeinsames Tagebuch. Warum und für wen, wir wissen es nicht. Um ihr Glück, einander gefunden zu haben, festzuhalten? Aus Angst, es könnte sich wieder verflüchtigen? Um einander das Glück ihres jungen Ehelebens, zu bestätigen? Aus Angst davor, der andere könnte anders empfinden? Um es zu bewahren, zu betrachten, um es zu spiegeln: ein doppeltes Paradies? Oder um das Paradies zu beschwören, es mittels Sprache überhaupt erst zu schaffen?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2014
Renate Wiggershaus nimmt das nun erstmals auf Deutsch vorliegende Tagebuch von Sophia und Nathaniel Hawthorne freundlich auf. "Das Paradies der kleinen Dinge" vermittelt für sie einen wunderbaren Einblick in die frühe Zeit der Ehe von Hawthorne und seiner Frau, in ein glückliches, wenn auch nicht sorgenloses Leben in großer Nähe zur Natur und zu Autoren wie Emerson, Henry David Thoreau und Margaret Fuller. Exzellent findet Wiggershaus die Edition und Übersetzung von Alexander Pechmann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.05.2014
Nach einem kurzen, missglückten Aufenthalt in einer Landkommune im Bostoner Hinterland beschlossen Nathaniel und Sophia Hawthorne, sich nach dem Vorbild Emersons und Thoreaus für eine Weile aus der Gesellschaft zurückzuziehen, berichtet Peter Hamm. Aus dieser Zeit stammt auch das gemeinsame Tagebuch, das jetzt unter dem Titel "Das Paradies der kleinen Dinge" und mit einem huldvollen Vorwort Peter Handkes auf Deutsch erscheint. Nathaniel beschreibt die drei Jahre in dem alten Pfarrhaus als die glücklichsten seines Lebens, zusammen mit Sophia entdeckt er die Natur noch einmal neu, wie die ersten Menschen streifen sie umher, Holz will gesägt und gehackt, der Garten versorgt werden, die Vögel sind "Brüder im Glauben" und die Bäume ums Haus gehören irgendwann zur Familie, fasst Hamm zusammen. Nur über ihre Liebe schweigen sich die beiden aus, bedauert der Rezensent.
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