Christiane Nüsslein-Volhard

Das Werden des Lebens

Wie Gene die Entwicklung steuern
Cover: Das Werden des Lebens
C. H. Beck Verlag, München 2004
ISBN 9783406518188
Gebunden, 210 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

"Leben ist das Faszinierendste, was es gibt. Innerhalb von kurzer Zeit entsteht in einem Ei, das aus nicht viel mehr als einem Säckchen Dotter besteht, umhüllt von einer schützenden Schale, ein Küken, das laufen, sehen und essen kann." Mit diesen Worten beginnt eine spannende Reise durch die Geschichte der Entwicklungsbiologie. Der Leser erfährt, welche Fragestellungen, Experimente und Antworten zu dem heutigen Wissen über das Werden des Embryos geführt haben, welche Mechanismen die fein aufeinander abgestimmten Formen eines Tieres entstehen lassen und welche Rolle die Gene bei der Entwicklung eines Organismus spielen. Das Buch handelt von Genen und Embryonen vielzelliger Tiere bis hin zum Menschen. Wie kommt es, dass Kinder so aussehen wie ihre Eltern? Woher weiß eine Zelle im Embryo, zu welcher Struktur sie sich entwickeln soll, beispielsweise zu einer Augen- oder einer Muskelzelle? Christiane Nüsslein-Volhard gibt einen verständlichen, mit zahlreichen eigenen Zeichnungen anschaulich gemachten Überblick über Evolution, Genetik, Molekularbiologie und Embryologie und diskutiert aktuelle Themen der menschlichen Biologie und Biopolitik.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.03.2004

Axel Meyer stellt seiner Kollegin Christiane Nüsslein-Volhard, ihres Zeichens Biologin, Nobelpreisträgerin und Mitglied des Nationalen Ethikrats, ein sehr gutes Zeugnis für ihr Buch aus. "Es handelt", schreibt er, "von den biologischen Prozessen während der Embryonalentwicklung, und diese werden uns im notwendigen Detail erläutert." Will heißen: Nüsslein-Volhard hat einerseits ein Buch geschrieben, das sich an alle Interessierten richtet, das aber dennoch verdammt schwierig zu lesen ist. Denn so einfach wie möglich heißt bei einem Thema wie der Entwicklungsbiologie eben immer noch: gewöhnungsbedürftiges Vokabular, komplexe Zusammenhänge. Eine Gratwanderung für die Wissenschaftlerin, die gleichzeitig massenwirksam aufklären möchte - und zwar eine gelungene, findet der Rezensent, der allein den letzten Teil des Buches, in dem es um ethische Aspekte der genetischen Forschung geht, mit einem gelinden Schulterzucken quittiert.