Die Wissenschaftsrevolution des 21. Jahrhunderts. Warum erreicht manch übergewichtiger Kettenraucher ein hohes Alter, während der Gesundheitsfanatiker nebenan früh stirbt? Weshalb sind Mensch und Affe so verschieden, obwohl sich ihr Erbgut fast völlig gleicht? Wieso werden schon im Mutterleib entscheidende Weichen für die spätere Persönlichkeit eines Kindes gestellt? Diese und viele andere Fragen kann ein neuer Forschungszweig beantworten, die Epigenetik. Ihre revolutionäre Erkenntnis: Gene bestimmen nicht alles. Deren Aktivität lässt sich steuern, und zwar nicht zuletzt durch unseren Lebenswandel. Damit besitzen wir eine bislang ungeahnte Macht über unser körperliches und seelisches Wohlergehen - und das unserer Kinder.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Rezensent Joachim Müller-Jung schätzt Peter Sporks Buch "Der zweite Code" als gut verständliche Einführung in die Epigenetik, einen aufblühenden Forschungszweig, der sich mit den Schnittstellen zwischen Genen, Psyche und Umwelt befasst. Dem Autor gelingt es in seinen Augen, die Epigenetik als "Vorschein einer neuen Evolutionsbiologie" vorzustellen. Im Zentrum sieht der Rezensent die Idee einer außergenetischen Vererbung, bei der die Genkontrolle eine Hauptrolle spielt, sowie die Erkundung von "Epigenom-Manipulatoren". Müller-Jung findet das Buch verdienstvoll, weil es eine wichtige, noch junge Wissenschaft auch dem Laien näher bringe.
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