Aus dem Englischen von Henning Dedekind. Mit Abbildungen. Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac, die beiden Architekten des Pariser Klimaabkommens, beantworten in diesem Buch die wichtigste Frage unserer Zeit: Was können wir tun, um den Klimawandel zu begrenzen? Konkret schlagen sie zehn Maßnahmen vor, die jede:r von uns sofort ergreifen kann, um eine Zukunft für alle Bewohner:innen des Planeten Erde zu schaffen. In den kommenden Jahrzehnten wird sich der Klimawandel in stärkerer Weise bemerkbar machen und zu mehr Zwangsmigrationen, Veränderungen der landwirtschaftlichen Produktion und mehr extremen Wetterlagen führen. Zunehmend werden populistische Führer die kurzfristigen Interessen derer, die sie regieren, vorschützen, um ihre Politik durchzusetzen. Wir brauchen deshalb dringend Veränderungen in dem Tempo, das die Wissenschaft verlangt, und in einer Weise, die mit Demokratie vereinbar ist. Klimapolitik muss alltagstauglich werden. Dafür entwerfen Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac einen Zehn-Punkte-Plan und fragen sich, was jede:r von uns für seine Umsetzung tun kann - jetzt gleich, heute oder morgen, noch diese Woche, in diesem Monat, in diesem Jahr, bis 2030, vor 2050.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 17.11.2021
Rezensent Johannes Kaiser schöpft Hoffnung in Sachen Klimakrise mit diesem Buch der beiden Klimaexperten Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac. Die beiden Autoren, die am Beschluss des Pariser Weltklimagipfels 2015 mitwirkten, malen zunächst eine Welt der Hitzewellen, Überschwemmungen und Hungerkatastrophen aus, zeigen dann aber auch Möglichkeiten auf, dies zu verhindern, freut sich Kaiser: Anpacken, zusammenarbeiten und auf "Renaturierung und Regeneration" setzen, schlagen ihm Figueres und Rivett-Carnac vor und liefern Praxistipps für den Alltag mit. Gegen die "emotionale Zuspitzung" im Buch hat Kaiser nichts einzuwenden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2021
Rezensent Christian Schwägerl kann den Autoren Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac den okkasionellen Ratgeberton verzeihen. Wichtiger scheint Schwägerl, dass die beiden Akteure des Weltklimagipfels von Paris 2015 eindeutige Antworten parat haben, etwa zur Frage, ob wirklich jeder einzelne gefragt ist beim Kampf gegen den Klimawandel (ja!) oder ob es nicht ohnehin schon zu spät ist (nein!). Darüber hinaus gewähren sie dem Rezensenten Einblicke in das komplizierte Prozedere von Klima-Verhandlungen sowie die Bedeutung von Haltungen, Mentalitäten und Denkweisen (Optimismus!).
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