Christian Neuhäuser

Reichtum als moralisches Problem

Cover: Reichtum als moralisches Problem
Suhrkamp Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783518298497
Kartoniert, 281 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Reichtum gilt als gut, sogar als begehrenswert. Selbst wer nicht nach ihm strebt, würde ihn kaum zurückweisen, und wer anderen ihren Reichtum nicht gönnt, gilt schnell als neidisch. Christian Neuhäuser stellt in seinem neuen Buch solche Selbstverständlichkeiten in Frage und behauptet: Man kann nicht nur reich, man kann auch zu reich sein. Er zeigt, dass das gesellschaftliche Streben nach immer mehr ein Zusammenleben in Würde gefährdet, und argumentiert für einen Umgang mit dem erreichten Wohlstand, der deutlich verantwortungsvoller ist als derjenige, den wir gegenwärtig pflegen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2018

Rezensent Friedemann Bieber entdeckt eine gewisse Unschärfe in der Studie des Philosophen Christian Neuhäuser. Wo ein legitimer Wohlstand endet und ein problematischer Reichtum beginnt, vermag ihm der Autor etwa nicht zu erläutern, wenn er Reichtum als grundsätzlich problematisch (auch in einer nicht von existenzieller Armut bedrohten Gesellschaft) darzustellen versucht. Dass Reichtum in Haiti anders aussieht als in Norwegen, wird laut Bieber bei Neuhäuser auch nicht berücksichtigt. Die Problematisierung eines Reichtums, der die Selbstachtung anderer Menschen bedroht, scheint Bieber allerdings ein wichtiges Thema zu sein, das der Autor seiner Meinung nach kenntnisreich in der philosophischen Debatte verortet.