Burak Yilmaz wächst in Duisburg auf, postmigrantisch. Sein Bildungsweg - katholisches Elitegymnasium, Koranschule, Universität - durchkreuzt Milieus, seine Arbeit gefährliche Überzeugungen: Als Reaktion auf den Antisemitismus in seinem Jugendzentrum organisiert er Fahrten nach Auschwitz mit muslimischen Teenagern. Ein Explosionsgemisch aus Schmerz, Enttäuschung, Zugehörigkeit entsteht …Ehrensache ist ein Zeugnis gegen den Hass, ein einzigartiger Lebensbericht und der dringend nötige Vorstoß an einen neuralgischen Punkt der deutschen Öffentlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2022
Rezensent Timo Steppat gefällt der praktische, geradlinige Ansatz, mit dem Burak Yilmaz in diesem Buch über Ausgrenzungserfahrungen als junger Moslem in Duisburg und seine spätere pädagogische Arbeit mit Jugendlichen und seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus berichtet. Der Verzicht auf einfache Erklärmuster und Vorurteile flößt Steppat Bewunderung ein. Wenn Yilmaz Ratschläge im Kampf gegen Rassismus gibt, schimmert laut Steppat zwar der Pädagoge durch, doch was der Autor über seine praktische Arbeit berichtet, scheint dem Rezensenten durchaus ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur zu sein.
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