Bram Stoker

Das Geheimnis der See

Roman
Cover: Das Geheimnis der See
Mare Verlag, Hamburg 2024
ISBN 9783866487048
Gebunden, 544 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen und herausgegeben von Alexander Pechmann. Kaum angekommen in Cruden Bay über den rauen Klippen von Aberdeenshire, wird der Geschäftsmann Archie Hunter von merkwürdigen Visionen heimgesucht. Die unheimliche alte Gormala scheint alles darüber zu wissen. Sie bringt Archie auf die Spur eines uralten Rätsels, das mit einem Überfall der spanischen Armada im 16. Jahrhundert seinen Anfang nahm und zu einem verschwundenen Schatz führt. Um diesen zu finden, verbündet Archie sich mit der klugen und schönen Amerikanerin Marjorie, und gemeinsam gelingt es ihnen, einen komplizierten Geheimcode zu knacken, hinter dem sie weitere Hinweise auf des Rätsels Lösung vermuten. Doch was als aussichtsreiche Schatzsuche beginnt, mündet in einem verzweifelten Kampf gegen schier übermächtige Gegner.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 22.11.2024

Rezensent Maximilian Mengeringhaus hat sich vorgenommen Bram Stokers frühen, erstmals auf Deutsch erscheinenden Roman zu rezensieren und zerschellt daran wie die Schiffer an den Felsen der schottischen Ostküste, die Stoker als Setting für sein "heillos überfrachtetes" Buch gewählt hat. Die Mischung aus Gothic, Lovestory und Agententhriller geht für den Rezensenten mitnichten auf. Wirr und stilistisch unausgegoren, mit hölzernen Dialogen inszeniert der Autor sein Stück, so Mengeringhaus verärgert. Lichtblicke sind für ihn nur die Landschaftsschilderungen der schottischen Küste.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2024

Geisterbahnfeeling kommt für Kritiker Jürgen Kaube auf, wenn er diesen Roman von Bram Stoker liest: In den 53 Kurzkapiteln tauchen immer wieder neue Gruselfaktoren auf, von Untoten über Prophezeiungen bis hin zu abergläubischen Seherinnen. Das alles wird von einem Anwalt als Ich-Erzähler in seinem Urlaub in Schottland erlebt, er verliebt sich und schreibt Liebesbriefe, die erst decodiert werden müssen - Friedrich Kittler lässt grüßen, findet Kaube. Er lobt den "wilden Seelen- und Abenteuerroman" nicht nur als Warnung davor, dass das Verdrängte wie das Untote immer wiederkommt, sondern auch für die präzisen Landschaftsschilderungen und die fundamental durchrüttelnde Wirkung, die das Buch auf ihn abschließend hat.

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