Patrick O'Brian

Sturm in der Antarktis

Das fünfte Abenteuer für Aubrey und Maturin
Cover: Sturm in der Antarktis
Kampa Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783311100843
Gebunden, 464 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Matthias Jendis. Die Mauritius-Unternehmung hat Jack Aubrey so hohe Prisengelder eingebracht, dass er für eine Weile an Land bleiben könnte. Dennoch dauert es nicht lange, bis der Kapitän sich wieder nach unbekannten Meeren sehnt. Zum Glück winkt ein neues Kommando: Aubrey soll in Ostindien Kapitän Bligh zu Hilfe kommen, der wegen der Meuterei auf der Bounty zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt ist. Mit an Bord der HMS Leopard, eines klapprigen Fünfzig-Kanonen-Schiffs vierter Klasse, befinden sich auch drei gefangene Zivilisten, die Aubrey im Auftrag der britischen Krone nach Botany Bay bringen muss. Darunter Louisa Wogan, eine geheimnisvolle Schönheit, auf die Aubreys Freund und Schiffsarzt Stephen Maturin ein Auge geworfen hat. Manches Gerücht rankt sich um diese Frau. Als die Leopard in ein schweres Unwetter gerät, das einige Matrosen das Leben kostet, muss Kapitän Aubrey sein ganzes Geschick aufbringen, um eine Meuterei zu verhindern.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 28.12.2024

Insgesamt 12.000 Seiten umfasst die Romansaga um Captain Jack Aubrey  und den Schiffsarzt Stephen Maturin zur Zeit der Napoleonischen  Kriege, lernen wir von Rezensent Maximilian Mengeringhaus, auf Deutsch  liegt jetzt der fünfte Band vor, dem er viele Leserinnen und Leser  wünscht. Die psychologisch reich gezeichneten Figuren bekommen den  Auftrag, den australischen Gouverneur zu Fall zu bringen und  anschließend die Gewürzinseln zu erobern, was natürlich nicht  reibungslos von sich geht, sie sind mit einem eher mittelprächtigen Schiff  unterwegs und haben auch noch einige Gefangene an Bord, und "die bösen  Omen häufen sich", wie Mengeringhaus resümiert. Er lernt dabei nicht nur einiges über nautische Begrifflichkeiten, sondern kann auch  nachvollziehen, wieso der Autor immer wieder mit Joseph Conrad, Herman Melville und C.S. Forester verglichen wird: Auch O'Brian verbindet die Perspektiven auf Soziales, Natur und Abenteuer. Das einzige Manko an  der deutschen Übersetzung sind für den Kritiker allerdings die arg kitschigen Titel.