Christoph Kleßmann (Hg.), Bernd Stöver

Der Koreakrieg

Wahrnehmung - Wirkung - Erinnerung
Cover: Der Koreakrieg
Böhlau Verlag, Wien 2008
ISBN 9783412201784
Kartoniert, 244 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Der Krieg, der von 1950 bis 1953 zwischen Nord- und Südkorea geführt wurde, war der erste so genannte Kleine Krieg im global geführten Kalten Krieg. Mit über drei Millionen Toten gehörte er zu den blutigsten und härtesten Konflikten des 20. Jahrhunderts und war damit ebenso verlustreich wie der in der Weltöffentlichkeit weitaus mehr beachtete Vietnamkrieg. Auch in der Forschung gilt der Koreakrieg immer noch als der "vergessene Krieg". Autoren aus Südkorea und Deutschland untersuchen in diesem Band die Wahrnehmung, Wirkung und Erinnerung an diesen Konflikt und beleuchten seine einschneidenden politischen, militärischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.11.2008

Als nützliche Ergänzung einschlägiger Gesamtdarstellungen zum Thema begreift Rolf Steininger diesen auf eine Konferenz des Potsdamer Zentrums für Zeithistorische Forschungen zurückgehenden Sammelband. Dass der Band keine Geschichte des Korea-Krieges darstellt, ist für ihn also nur bedingt enttäuschend. Der Rezensent begnügt sich mit Beiträgen zur Bedeutung der Korea-Krise für die westeuropäische Wirtschaft (nicht ganz neu), über die Auswirkungen auf die Wirtschaft Nord- und Südkoreas (ausführlich, zahlengestützt) und zur Frage, ob es Massaker gegeben hat (zu spekulativ) und scheint trotz allem zufrieden.