Armin Thurnher

Ach, Österreich!

Europäische Lektionen aus der Alpenrepublik
Cover: Ach, Österreich!
Zsolnay Verlag, Wien 2016
ISBN 9783552058309
Einband unbekannt, 176 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Ist es zum Fürchten um Europa, besteht noch Hoffnung? Die "New York Times" illustriert den Aufstieg rechter Kräfte in den Ländern der EU graphisch: Den kräftigsten roten Balken erhält Österreich. Jetzt muss aufgrund bürokratischer Schlamperei die Wahl des künftigen Bundespräsidenten wiederholt werden. Im Mai erhielt der Kandidat einer Partei, die fundamentale europäische Werte in Frage stellt, fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Ist es Orbánisierung? Jörg Haiders Erbe? Oder nur ein besonderer Fall von Verkommenheit? Es ist, als spürte die krisengeschüttelte EU, dass Österreich wieder einmal die kleine Welt ist, in der die große ihre Probe hält.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.10.2016

Eigentlich wollte Armin Thurnher kein Buch mehr über Österreich schreiben, doch nach der Aufhebung der Bundespräsidentenwahl 2016 konnte er wohl nicht anders als seiner Verzweiflung einmal mehr Luft zu verschaffen, erfahren wir von Rezensent Ralf Leonhard. In "Ach, Österreich" werde niemand verschont, verspricht der Rezensent, besonders wenig die FPÖ, aber auch ÖVP, SPÖ, der Verfassungsgerichtshof und nicht zuletzt die Bevölkerung, der er "Untertanentum" vorwirft, bekommen ihr Fett ab. Was Leonhard von Thurnhers Tirade hält, erfahren wir leider nicht. Nur wenn man es denn unbedingt will, könnte man seiner Rezension eine leichte Distanz anmerken.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.10.2016

Dass sich Armin Thurnhers neues Buch "Ach, Österreich!" streckenweise wie ein langes "Thurnher-Editorial" liest, findet Cathrin Kahlweit nicht weiter schlimm. Viel zu gern mag sie den an das politische Feuilleton der früheren Kaffeehäuser erinnernden Biss und Witz, die Selbstironie und den Überschwang des Publizisten und "Falter"-Herausgebers. Und so liest die Kritikerin vergnügt Thurnhers erneute Abrechnung mit Österreich, das er mit Kraus'scher Boshaftigkeit als "Land der Gemütsmenschen" karikiert, in dem die Menschen zuschauen, wenn "jemand seine Kinder im Keller einmauert". Erstaunt ist die Rezensentin dann aber doch über die ungeahnte Wut des Autors, etwa, wenn er sich über die seiner Meinung nach heuchlerische Präsidenten-Neuwahl in Österreich auslässt oder mit den Parteien abrechnet.
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