Yuval Noah Harari

Homo Deus

Eine Geschichte von Morgen
Cover: Homo Deus
C. H. Beck Verlag, München 2017
ISBN 9783406704017
Gebunden, 576 Seiten, 24,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn. In seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In "Homo Deus" stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen - schöpferische wie zerstörerische - und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 22.03.2017

Nicht zu Unrecht wird der populärwissenschaftliche Autor Yuval Noah Harari überall auf der Welt für seine überraschenden und witzigen Analysen gefeiert, meint Rezensent Klaus Bittermann, denn Harari vertsteht es wie kaum ein anderer, das Bedürfnis seiner Leser nach dem umfassenden Blick aufs große Ganze, statt nur auf einzelne Aspekte, zu befriedigen. Mit seinem neuen Buch, dem Bittermann eine steile Karriere voraussagt, wagt der Autor nun auch den Blick in die Zukunft, nachdem er sich in seinem Bestseller "Eine kurze Geschichte der Menschheit" vor allem mit der Vergangenheit befasst hat. Nachdem die drei Hauptfeinde des Menschen, Hunger, Krieg und Seuchen, besiegt sind, wie Harari anhand von Zahlen belegt, stehen nun drei neue Ziele im Mittelpunkt des menschlichen Strebens, erklärt der angetane Rezensent. Klug, informativ und äußerst spannend - so sein Urteil.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.03.2017

Rezensent Hannes Hintermeier möchte Yuval Noah Harari lieber nicht blind vertrauen, wenn der Historiker sämtliche Grenzen seines Faches missachtend unsere Zukunft vorhersagt. Die überschäumende Wucht, mit der der Autor Prognosen ins Spiel bringt, die Hintermeier sonst nur aus Science-Fiction-Romanen kennt, findet der Rezensent allerdings bemerkenswert, ebenso die eingestreuten, laut Rezensent lehrreichen Anekdoten und Ausflüge in alle möglichen Wissensgebiete. Hararis schwarzmalendes Hochrechnen einiger weniger Tendenzen auf ein Zukunftsbild, etwa die Gottgleichheit der Konzerne, findet Hintermeier indes nicht überzeugend. Geschichte fahre stets mehrgleisig, meint er.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.02.2017

Spätestens seit seiner "Kurzen Geschichte der Menschheit" schätzt Elisabeth von Thadden den israelischen Historiker Yuval Noah Harari. Entsprechend angetan liest sie dieses Buch, in dem Harari die Geschichte vom Homo sapiens bis zum sogenannten "Homo Deus" erzählt, der als Anhänger einer "totalitär technikversessenen Daten-Religion" das Bewusstsein verliert und sich in seiner Gier schließlich selbst überflüssig macht. Wucht und Klarsicht dieser Studie lassen die Rezensentin Hararis "Prophetenalarmpose" schnell verzeihen.