Armin Falk

Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein

…und wie wir das ändern können: Antworten eines Verhaltensökonomen
Cover: Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein
Siedler Verlag, München 2022
ISBN 9783827501608
Gebunden, 336 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Mit 28 Schwarzweiß-Abbildungen. Warum wir das Gute wollen und das Schlechte tun - und wie wir das ändern können. Würden Sie für 100 Euro ein Leben retten? Die Antwort scheint klar, denn wollen wir Menschen nicht immer das Gute? Doch zeigt Armin Falk, Deutschlands führender Verhaltensökonom, dass wir oft das Gute wollen und es dann doch nicht tun - wir sind viel weniger gut, als wir denken. Was hindert uns daran, uns jeden Tag anständig zu verhalten: Endlich auf Ökostrom umstellen, keine Plastikbecher mehr nutzen, für Bedürftige spenden, das Klima schützen oder das Tierwohl achten? An vielen konkreten Beispielen und auf der Basis langjähriger eigener Studien zeigt uns der Leibniz-Preisträger, unter welchen Umständen sich Menschen moralisch verhalten und wann nicht. Wieviel Einfluss haben die Persönlichkeit, das Geschlecht, die Erziehung, die Kultur? Wenn wir das verstehen, wird es uns leichter fallen, nicht nur uns selbst zu verändern - sondern auch die Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2022

Rezensent Tillman Neuscheler staunt Bauklötze über experimentelle Verhaltensökonomie, die heutzutage Laborexperimente, Feldforschungen und Magnetresonanztomografen auffährt, auch wenn sie Armin Falks Erkenntnisse ein wenig banal ausnehmen: Menschen wären gern anständig, sie möchten nur nicht gern auf persönliche Vorteile verzichten müssen. Image ist vielen wichtiger als die Moral. Kinder übernehmen die Verhaltensweisen ihrer Eltern. Neuscheler hätte es vielleicht auch so gewusst, aber das so richtig auf Wissenschaftlich erklärt zu bekommen, findet er irgendwie was anderes. Nur dass der Markt die Moral erodieren lässt, will der Rezensent der Wissenschaft nicht abnehmen.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 27.08.2022

Rezensentin Marlen Hobrack empfiehlt das Buch des Verhaltensökonomen Armin Falk. Zu lernen ist für den Leser laut Hobrack, was moralische Entscheidungen ausmacht, aber auch, wie wir uns selbst über unser unmoralisches Tun in die Tasche lügen. Lebendig wird das Buch für Hobrack durch die zahlreichen Fallbeispiele, mit denen der Autor seine Thesen und die Mechanismen unseres Handelns bzw. Nichthandelns zu belegen und zu erläutern versucht. Am Ende versteht Hobrack ihre eigenen "moralischen Zwickmühlen" besser und inwieweit (manipulative) Sprache und Narrative unsere Moral bestimmen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 24.06.2022

Rezensentin Ursula Weidenfeld lernt vom Verhaltensökonom Armin Falk, dass kleine Schritte des Einzelnen zu einer besseren Welt führen können. Der Optimismus des Autors steckt die Rezensentin an, wenn er erklärt, wie einzelne Egoisten die Gesellschaft beeinflussen, wie sich dagegen aber angehen lässt. Die Experimente dazu, die der Autor schildert (Stichwort "nudging"), kennt Weidenfeld zwar schon, dennoch kann sie der Autor für faires Verhalten begeistern. Einfach mal den Platz im Bus freimachen oder etwas mehr Geld in den Hut werfen, rät der Autor, und genau das nimmt sich die Rezensentin vor. Dann klappt's auch mit der besseren Welt.

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