Aus dem Amerikanischen von Jürgen Schröder. Mit zahlreichen Abbildungen und FarbbildteilWie die großen Flüsse die menschliche Zivilisation geprägt habenFlüsse haben, mehr als jede Straße oder Technologie, den Lauf unserer Zivilisation geprägt. Sie haben Entdeckern neue Wege eröffnet, sie bilden und überwinden Grenzen, ermöglichen Handel, stellen Energie bereit und ernähren Millionen. Die meisten Großstädte wurden an Ufern von Flüssen gegründet. Auch wenn ihr Lauf heute meist eingehegt ist, bleiben die Ströme in Zeiten von Klimawandel und Wasserknappheit eine machtvolle globale Kraft: Ihre weitverzweigten Arterien spenden Leben, können aber ebenso alles zerstören, was ihnen im Weg ist. In seiner Weltgeschichte der großen Flüsse seit der Antike lenkt der Umwelt- und Geowissenschaftler Laurence Smith erstmals unseren Blick auf eine gemeinhin unterschätzte kulturbildende Naturkraft.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 01.06.2022
Rezensent Günther Wessel erfährt fast alles, was er über Flüsse wissen muss in dieser Globalgeschichte des amerikanischen Geowissenschaftlers Laurence C. Smith. Dass an Flussufern die ersten Hochkulturen entstanden, Flüsse aber auch zur Müllentsorgung missbraucht wurden, liest er hier ebenso, wie er erfährt, welche Städte in Folge ausbleibender Monsune untergingen. Smith erzählt flüssig, fakten- und anekdotenreich, lobt Wessel. Nur über Flüsse als "eigenständige Ökosysteme" hätte er gern etwas mehr erfahren.
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