Antonio Lobo Antunes

Ich gehe wie ein Haus in Flammen

Roman
Cover: Ich gehe wie ein Haus in Flammen
Luchterhand Literaturverlag, München 2017
ISBN 9783630875026
Gebunden, 448 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann. Alle Mieter eines ganz normalen Wohnhauses in Lissabon kommen hier zu Wort, erzählen aus ihrem Leben, von ihrer Vergangenheit, ihren Sehnsüchten und Ängsten. Sie kommen aus Portugal, Afrika oder der Ukraine, sie sind jung oder alt, einsam oder krank oder wütend, und sie wissen wenig voneinander. Was sie eint, ist die verzweifelte Suche nach Sinn, nach Wärme, nach Liebe.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.05.2017

Rezensentin Meike Feßmann erfährt bei António Lobo Antunes vom Drama des Altwerdens. Das Lissaboner Mietshaus mit seinen unterschiedlichen Bewohnern, das ihr der Autor öffnet, wächst ihr dennoch ans Herz, auch wenn es darin vor allem ums Verlöschen geht. Wie der Autor mit seiner musikalischen Kompositionstechnik die Schattierungen des Alters in den inneren Monologen der Figuren herausarbeitet und das ganze Haus zum Hallraum schwindender Wahrnehmung macht, findet Feßmann meisterlich. Im Rückblick ist das Haus mit seinen Bewohnern und ihren schwindenden Erinnerungen für Feßmann sogar eine Allegorie des 20. Jahrhunderts.
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