Zum 90. Geburtstagsjahr von Anne Frank erscheinen die zwei Versionen ihrer Tagebücher, zum ersten Mal in der originalen Vollversion alleine in einem Leseband versammelt mit einführenden Texten versehen.
Als Version a wird das erste Tagebuch von Anne Frank bezeichnet, das sie ohne Vorentwürfe direkt aufgeschrieben hat. Nachdem Anne im Radio aus London den Aufruf eines niederländischen Ministers gehört hatte, die Leiden unter der deutschen Besatzung zu dokumentieren, um sie nach Kriegsende zu veröffentlichen, arbeitete sie an einer teilweise umgeschriebenen, an einigen Stellen erweiterten, an anderen gekürzten Fassung des Tagebuchs, die als Version b bezeichnet wird. Die vorliegende Ausgabe enthält die einzige vom Anne Frank Fonds autorisierte Fassung der beiden Versionen in der Übersetzung von Mirjam Pressler.
"Gestern abend sprach Minister Bolkesteyn am Oranje-Sender darüber daß nach dem Krieg eine Sammlung von Tagebüchern und Briefen von diesem Krieg durchgeführt würde. Natürlich stürmten sie alle direkt auf mein Tagebuch los.
Stell dir mal vor wie interessant es sein würde, wenn ich einen Roman vom Hinterhaus herausgeben würde ..." Anne Frank, 29. März 1944 (Version a)
Diese Ausgabe der berühmten Schriften von Anne Frank enthält sowohl die weithin bekannte Version des Tagebuchs als auch die literarisierte, die Anne Frank nach einem Aufruf in einer Radiosendung, Erinnerungsstücke an die Leidenszeit der Niederländer aufzubewahren, angefangen hat, erklärt Rezensent Klaus Hillenbrand. Zu Ehren von Anne Franks neunzigstem Geburtstag sei damit ein Band entstanden, der laut Kritiker nicht nur die individuelle Leidensgeschichte einer heranwachsenden verfolgten Jüdin enthält - an sich schon unschätzbar -, sondern darüber hinaus auch das Werk einer "begnadeten Schriftstellerin", wie der beeindruckte Rezensent findet.
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