Anne Carson

Albertine. 59 Liebesübungen

+ Appendices
Cover: Albertine. 59 Liebesübungen
Matthes und Seitz Berlin, Berlin 2017
ISBN 9783957574039
Gebunden, 44 Seiten, 14,00 EUR

Klappentext

"Wer von Ihnen je Proust gelesen hat, weiß, wovon ich spreche, wenn ich sage, dass man sich nach der Lektüre der Recherche in einer Nachproust-Wüste befindet … weil einem nichts mehr lesenswert erscheint, und das Einzige, was du dir wünschst, ist, dass dieser Proust noch mal von vorn anfängt, aber natürlich kann er das nicht mehr, und so liest du planlos alles über Proust, Kritisches wie Biografisches, aber das ist nicht dasselbe, und so gibst du es irgendwann wieder dran und stellst fest, dass du schon 'ne ganze Weile in einem Proust-Entzug lebst, und das Leben geht weiter, nur eben etwas grauer." Gegen diese Entzugserscheinungen betreibt Anne Carson in "Albertine. 59 Liebesübungen" ihre ganz persönlichen, eigenen Sprach- und Klangbildern folgenden Verrenkungen: 59 Aphorismen samt 16 Appendices zu Albertine, Proust, Samuel Beckett und Roland Barthes.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.08.2017

Knapp aber begeistert bespricht Rezensent Tobias Lehmkuhl Ann Carsons "59 Liebesübungen + Appendices", die nun in einer deutschen Übersetzung von Marie Luise Knott vorliegen. Dass man Prousts "Suche nach der verlorenen Zeit" mit so einem schmalen Band gerecht werden kann, lernt der Kritiker bei der Dichterin und Klassischen Philologin, die kurze, aber herrlich "ironische" und "doppelbödige" Kommentare zum Verhältnis zwischen Marcel und Albertine verfasst hat. Und wenn Lehmkuhl schließlich die ein wenig umfassenderen sechzehn Appendices liest, lernt er nicht nur eine passionierte Theoretikerin kennen, sondern erfährt auch einiges über die "kinetische Energie", die in Prousts Figuren steckt.
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