Wer unser Saatgut kontrolliert, kontrolliert die gesamte Nahrungsmittelkette. Diese Kontrolle versucht die Agrarindustrie weltweit zu erlangen. Doch vielerorts kämpfen Bäuerinnen und Gärtner für eine autarke Nutzung des Saatguts. Welche Wege Samengärtner, Züchter und Aktivistinnen finden, um die Sortenvielfalt zu erhalten, schildert dieses liebevoll gestaltete Buch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2016
Jan Grossarth hat nur gelegentlich den Eindruck, dass die Wissenschaftlerin und Aktivistin Anja Banzhaf in ihrem Buch marxistischen Mythen gegenüber einer reellen Perspektive auf Saatgutwirtschaft und Gentechnik den Vorzug gibt. Im großen Ganzen überzeugt ihn die Autorin mit ihrem Blick auf den Mikrokosmos der Landwirtschaft, der laut Grossarth dem agrarindustriellen System analytisch an die Wurzel geht. Die Geschichte des Saatguts, die Konzentrationsprozesse der Branche sowie ihre Sorge um den Verlust bäuerlicher Landwirtschaft kann ihm die Autorin mit Leidenschaft vermitteln. Dass sie dabei manchmal ins Schwärmen kommt für das Glück der Diversität und des Engagements, findet Grossarth verzeihlich.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…