Klappentext

Aus dem Spanischen von Katrin Behringer und Birgit Weilguny. Hamburg ist Hauptumschlagplatz für die Verteilung von Kokain nach Nord- und Osteuropa, Deutschland zählt zu den Top-Konsumentenländern. Polizeiliche oder staatliche Kontrolle? Fehlanzeige - die Behörden sind machtlos gegen die mexikanischen Kartelle, deren Drogennetzwerk längst alle fünf Kontinente umspannt. Die Reporterin Ana Lilia Pérez zeichnet die Wege nach, auf denen das Kokain zu uns kommt, furchtlos schreibt sie gegen das verbrecherische System an, auch wenn sie dabei um das eigene Leben fürchten muss. Die mexikanische Journalistin Ana Lilia Pérez wurde wegen ihrer Arbeit schon mehrfach mit dem Tod bedroht; Exil bekam sie unter anderem in Deutschland. In ihrem neuen Buch zeigt sie die mafi ösen Strukturen des globalen Kokainhandels, von den Produktionsstätten in Mittelamerika hin zu den Konsumentenländern in Europa. Akteure, Netzwerke, Handelsrouten, die Rolle der internationalen Behörden - Pérez hat detailliert und zumeist vor Ort recherchiert.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.06.2016

Wolf-Dieter Vogel hat Angst um die mexikanische Journalistin Ana Lilia Pérez, die investigativ die Mafiastrukturen in ihrem Land behandelt und in diesem Buch speziell die Wege des Kokains. Dass es kaum einen Hafen in der Welt gibt, über den nicht mit Hilfe von korrupten Beamten Kokain geschmuggelt wird, ist eine Erkenntnis des Buches, die Vogel mitnimmt. Wenn Pérez Häfen besucht, in Archiven forscht und mit Mafia-Experten spricht, kommt sie immer wieder auf die Organisierte Kriminalität in ihrer Heimat Mexiko zurück. Gefährliches Terrain, meint Vogel.