Was haben Coca-Cola, McDonald's und der internationale Drogenhandel gemeinsam?
Der Drogenhandel ist ein globalisiertes, vernetztes und hoch professionalisiertes Geschäftsfeld mit einem Jahresumsatz von 300 Milliarden Dollar, Tendenz steigend. Wie man sich als aufstrebendes Kartell ein Stück vom Kuchen sichert? Indem man von den Besten des Big Business lernt. Denn die Strategien, die für Konzerne wie H&M, Coca-Cola und McDonald's funktionieren, haben sich längst auch international erfolgreiche Drogenbarone angeeignet - von der richtigen PR über Offshoring, Assessment-Center und E-Commerce.
In Narconomics vollzieht Wirtschaftsjournalist Wainwright die Wertschöpfungskette von Drogen wie Kokain nach, von der Koka-Ernte in den Anden bis zum Verkauf an unseren Straßenecken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2016
Ulla Fölsing erfährt bei Tom Wainwright, wie der Drogenhandel in Mittelamerika funktioniert. Wie Großunternehmen arbeiten die Drogenkartelle, stellt der Autor fest, der sich laut Fölsing in die Höhle der Löwen gewagt hat, Bosse, Handlanger und andere Beteiligte befragt und recherchiert hat und die Ergebnisse mit seinem Wissen als Wirtschaftsjournalist analysiert hat. Lieferketten, Einkaufsmonopole, Franchising, Preisgestaltung, Gewaltanwendung, darüber schreibt Wainwright und vermittelt der Rezensentin so manche Kuriosität aus dem Milieu. Am Schluss des Buches macht der Autor Vorschläge, wie dem Drogenhandel zu begegnen wäre, meint Fölsing.
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